“Was kostet eine Website?” ist eine der häufigsten Fragen, die ich höre. Die ehrliche Antwort: Es gibt eine klare Grenze — unter der Sie für Ihr Unternehmen etwas bekommen, das nach billig aussieht, und über der Sie etwas bekommen, das wirkt.

Die drei Kategorien — und wo der Unterschied liegt

1. Baukastensysteme (10–30 €/Monat)

Jimdo, Wix, Squarespace — der Einstieg ist schnell und günstig. Für einen Hobby-Blog oder eine Nebentätigkeit ohne Wachstumsambitionen kann das ausreichen.

Das Problem: Sie zahlen dauerhaft. Nach vier Jahren haben Sie oft mehr ausgegeben als für eine einmalig entwickelte Website — für ein Ergebnis, das jeder als Baukasten erkennt, langsam lädt und kaum individuell optimierbar ist. Für ein Unternehmen, das professionell wahrgenommen werden möchte, ist das die falsche Grundlage.

2. Individuelle Entwicklung (ab 1.500 €)

Hier beginnt das, was ich als professionelle Website bezeichne: individuelles Design, sauberer Code, optimiert für Suchmaschinen und alle Geräte, vollständig DSGVO-konform. Kein Template, das jeder kennt. Keine monatliche Plattformgebühr.

Die Spanne nach oben erklärt sich durch Umfang: Ein One-Pager für einen Handwerksbetrieb liegt am unteren Ende, eine Corporate-Website mit CMS und vielen Unterseiten weiter oben. Aber der entscheidende Unterschied zum Baukasten ist nicht der Preis — es ist die Qualität und Kontrolle, die Sie dafür bekommen.

3. Große Agenturen (ab 8.000 €)

Für Konzernprojekte, internationale Auftritte und komplexe Webapplikationen. Für regionale Betriebe in der Regel nicht notwendig und nicht sinnvoll — Sie zahlen vor allem für Overhead und Projektmanagement, nicht für bessere Ergebnisse.

Laufende Kosten realistisch einplanen

Neben dem Einmalpreis entstehen laufende Kosten:

  • Hosting: ca. 10 €/Monat
  • Domain: ca. 10–15 €/Jahr
  • Optionale Add-ons: Analytics, Kontaktformular, Mehrsprachigkeit — monatlich buchbar

Ein realistisches Gesamtbild für einen kleinen Betrieb mit individuell entwickelter Website: einmalig ab 1.500 €, dann 15–30 €/Monat laufend. Das ist weniger als viele Unternehmen monatlich für Werbung ausgeben — mit dem Unterschied, dass eine gute Website dauerhaft wirkt.

Was den Preis beeinflusst

  • Umfang — One-Pager oder mehrseitige Website?
  • Inhalte — Haben Sie Texte und Fotos, oder muss das erstellt werden?
  • Funktionen — Kontaktformular, Galerie, Mehrsprachigkeit, CMS
  • SEO — Soll die Website aktiv für lokale Suchanfragen optimiert werden?

Was Sie nicht bezahlen sollten

Beratungsgebühren für das erste Gespräch, teure Wartungsverträge für statische Websites die keine Wartung benötigen, oder monatliche Pauschalen für Leistungen, die nie erbracht werden. Transparenz bei Preisen und Leistung ist das wichtigste Merkmal eines seriösen Anbieters.