“Ich brauche eine Website mit Startseite, Über uns, Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt und Blog” — das höre ich oft. Manchmal stimmt das. Meistens nicht.
Die Frage ist nicht, wie viele Seiten Ihre Website hat. Die Frage ist: Was soll Ihre Website erreichen?
Was ein One-Pager ist
Ein One-Pager enthält alle Inhalte auf einer einzigen Seite, durch die der Besucher scrollt. Navigation-Links führen nicht zu neuen Seiten, sondern springen zu Abschnitten auf der gleichen Seite.
Das klingt nach einer Einschränkung. In vielen Fällen ist es ein Vorteil.
Wann ein One-Pager ausreicht
Für die meisten kleinen Dienstleistungsbetriebe. Ein Handwerker, eine Arztpraxis, ein Fitnessstudio, ein Restaurant — diese Betriebe brauchen keine zehn Unterseiten. Sie brauchen:
- Eine klare Aussage, wer sie sind und was sie tun
- Ihre Kernleistungen auf einen Blick
- Vertrauenssignale (Fotos, Referenzen, Auszeichnungen)
- Eine einfache Kontaktmöglichkeit
Das passt auf eine Seite. Oft besser als auf zehn.
Wenn Sie keine Zeit haben, viele Texte zu schreiben. Eine mehrseitige Website mit halbgaren Inhalten ist schlechter als ein One-Pager mit gutem Inhalt.
Wenn Ihr Angebot klar und fokussiert ist. Wer ein einziges Kernprodukt oder eine Dienstleistung anbietet, braucht keine separate Seite dafür.
Wann eine mehrseitige Website sinnvoller ist
Für komplexe Leistungsportfolios. Wenn Sie zehn verschiedene Dienstleistungen mit jeweils unterschiedlichen Zielgruppen anbieten, brauchen Sie eigenständige Seiten — auch für die SEO.
Für Inhalte, die regelmäßig aktualisiert werden. Blog, News, Stellenanzeigen, Produktkataloge — das alles braucht eine eigene Struktur.
Für SEO in verschiedenen Themenbereichen. Wer für viele unterschiedliche Suchanfragen gefunden werden möchte, braucht jeweils eigene, optimierte Seiten.
Wenn Sie Inhalte selbst pflegen wollen. Dann brauchen Sie ein CMS — und damit meist eine mehrseitige Struktur.
Der häufigste Fehler
Zu früh zu viel bauen. Eine Website mit fünf halbfertigen Unterseiten wirkt unprofessioneller als ein One-Pager, der bis ins Detail stimmt.
Meine Empfehlung: Starten Sie mit dem, was Sie tatsächlich brauchen. Erweitern Sie, wenn Sie wissen, was funktioniert.